AG der LandFrauenverbände Baden-Württemberg: Hauswirtschaft als gesellschaftlichen Auftrag stärken
Die Arbeitsgemeinschaft der drei LandFrauenverbände Baden-Württemberg hat sich am 26. März getroffen, um die Rolle der Hauswirtschaft als zentralen Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu stärken und gemeinsame Forderungen an Politik und Verwaltung zu formulieren.
Karin Rau, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft und Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden, betont: „Hauswirtschaft sichert Ernährung, Versorgung und Teilhabe in allen Lebensphasen. Sie ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft und verdient deutlich mehr politische Anerkennung.“
„Hauswirtschaft ist ein zentraler Baustein für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Unser Ziel ist es, ihre Bedeutung stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und nachhaltig zu fördern“, ergänzt Christa Fuchs, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern.
Die AG der LandFrauenverbände fordert insbesondere:
- eine stärkere politische Koordination hauswirtschaftlicher Themen in ländlichen und städtischen Räumen
- die Förderung von Aus- und Weiterbildung sowie die Sicherung von Fachkräften
- faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Vergütung
- den Ausbau von Bildungs- und Unterstützungsangeboten für Familien und ältere Menschen
- die Stärkung regionaler Lebensmittelversorgung und gesellschaftlicher Resilienz
Einen fachlichen Impuls gab Jennifer Düchs vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Sie stellte den aktuellen Stand der Fachschulkonzeption Hauswirtschaft vor und gab Einblicke in die Weiterentwicklung der Ausbildungsstrukturen.
„Wir setzen uns dafür ein, dass Hauswirtschaft nicht nur als private Aufgabe, sondern als systemrelevanter gesellschaftlicher Auftrag wahrgenommen wird“, so Christiane Wangler, Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden.
Die Arbeitsgemeinschaft wird den Dialog mit politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern fortsetzen, um die Sichtbarkeit und Anerkennung der Hauswirtschaft im Land weiter zu stärken.