Zwei Spitzenpolitiker an einem Tag

Zusammen mit den beiden Präsidentinnen der Schwesternverbände in Baden-Württemberg, Christiane Wangler (Südbaden) und Christa Fuchs (Württemberg-Hohenzollern) und ihren jeweiligen Geschäftsführerinnen, Birgitta Klemmer (Süba) und Martina Krattenmacher (WüHo) haben sich unsere Präsidentin Karin Rau und Vizepräsidentin Tanja Maurer in Stuttgart getroffen, um am 13. November 2026 mit gleich zwei Spitzenpolitikern zu reden.

Cem Özdemir, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl am 8. März 2026 und Andreas Stoch, Fraktions- und Landesvorsitzender sowie Spitzenkandidat der SPD waren für ein Gespräch bereit. Die Vertreterinnen der AG der LandFrauenverbände sprachen zunächst mit dem ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister über aktuelle politische Herausforderungen sowie die Forderungen und Lösungsansätze der LandFrauen zur Verbesserung der Situation von Frauen und Familien im ländlichen Raum.

Im Fokus standen Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft, Mobilität, Bildung und Ehrenamt. Die LandFrauen betonten: „Damit ländliche Räume zukunftsfähig bleiben, braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur – von verlässlicher Gesundheitsversorgung über flexible Kinderbetreuung bis hin zu bedarfsorientierter Mobilität und professionellen Pflegedienstleistungen. Besonders Frauen sind von Einschnitten in diesen Bereichen betroffen, da sie häufig die Hauptverantwortung bei der Care-Arbeit tragen. Die Landesregierung muss stabile und tragfähige Strukturen im ländlichen Raum sichern“. Cem Özdemir hob hervor, wie wichtig evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention ist, um die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung und die Resilienz des Gesundheitssystems zu verbessern. Die LandFrauen verwiesen auf ihre Forderung, Programme zur Ernährungs- und Gesundheitsbildung auszuweiten und boten ihre Kooperation bei der Umsetzung in der Fläche an. Sie unterstrichen auch ihre langjährige Forderung nach einer schulartenübergreifenden Einführung des Pflichtfachs „Alltagskompetenzen“, um junge Menschen die Basis für ein erfolgreiches Leben zu vermitteln. Zudem betonten sie, dass Themen wie die finanzielle Absicherung und die mentale Gesundheit von Frauen noch stärker in den Fokus rücken müssen und plädierten für eine Verstetigung des Projekts „Starke Frauen – starkes Land“ in der nächsten Legislaturperiode.

Beim anschließenden Gespräch mit Andreas Stoch nahm auch SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Dorothea Kliche-Behnke, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration teil. Hier haben wir ebenfalls die Themen vom vorherigen Gespräch wieder vorgebracht. Beim Thema Kinderbetreuung bestätigte Dr. Kliche-Behnke die Brisanz des Themas. Bei beiden Gesprächen vereinbarte man weiterhin im Dialog zu bleiben und die Gespräche fortzusetzten.

v.l.n.r.:
Martina Krattenmacher Geschäftsführerin LFV Württemberg-Hohenzollern, Christa Fuchs, Präsidentin LFV Württembeg-Hohenzollern, Christiane Wangler Präsidentin LFV Südbaden, Cem Özdemir, Spitzenkandidat Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl am 8. März, Karin Rau, Präsidentin LFV Württemberg-Baden, Birgitta KLemmer, Geschäftsführerin LFV Südbaden, Tanja Maurer, Vizepräsidentin LFV Württemberg-Baden