Angesichts der vielen schlechten Nachrichten und Bilder, die uns ununterbrochen aus autoritären und totalitären Staaten erreichen, wird täglich der Wert unserer Demokratie immer deutlicher: Meinungs- und Pressefreiheit, Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensentwürfen, Repräsentanz der Meinungen in der Politik, staatliche Gewaltenteilung, Schutz von Minderheiten … dies alles sind die Säulen eines guten Lebens, das wir genießen können.
Es ist nicht sehr groß, und doch sieht es jeder sofort, wenn er in Unterriexingen unterwegs ist – das Backhäusle aus dem Jahr 1836. Mit seinem hellen Anstrich und den Sandsteinabsetzungen im Türbereich schaut es recht nett aus.
Das war vor wenigen Jahren noch ganz anders, wie LandFrauen-Vereinsvorsitzende Stephanie Gandert weiß: „Das Häusle war sichtlich in die Jahre gekommen, der Putz blätterte und am Kamin zeigten sich Risse, außerdem erwies sich das Deckengewölbe als zu schwer für die Statik des alten Gebäudes. Dass irgendwas nicht stimmte, merkten wir auch an der Tatsache, dass einer der Öfen immer viel zu schnell abkühlte.“
Ehrensache, dass die emsigen Frauen dies nicht einfach so auf sich beruhen ließen. Stattdessen klopften sie und Annegret Bartenbach bei Bürgermeister Jens Hübner an und baten darum, die Renovierungsarbeiten zu fördern, was denn auch geschah.
Nun sind die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten seit wenigen Wochen abgeschlossen, und das Backhäusle kann wieder gefahrlos genutzt werden.
Und so ist das Unterriexinger Backhäusle nicht nur Mittel zum Zweck und ein beliebter Treffpunkt, sondern auch ein wertvolles Stückchen Dorfgeschichte, welches nun, frisch renoviert und hübsch gemacht, von Gewesenem erzählt.
Bericht: Herr Wirth Bietigheimer Zeitung