Angesichts der vielen schlechten Nachrichten und Bilder, die uns ununterbrochen aus autoritären und totalitären Staaten erreichen, wird täglich der Wert unserer Demokratie immer deutlicher: Meinungs- und Pressefreiheit, Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensentwürfen, Repräsentanz der Meinungen in der Politik, staatliche Gewaltenteilung, Schutz von Minderheiten … dies alles sind die Säulen eines guten Lebens, das wir genießen können.
Elf LandFrauen folgten der Einladung zu einem Austausch mit MdL Dr. Albrecht Schütte (CDU).
Dabei entwickelte sich ein reger und offener Austausch über die Themen, die Frauen im ländlichen Raum bewegen.
Ein zentrales Thema war dabei die medizinische Versorgung auf dem Land, insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer mehr Notfallpraxen schließen. Auch die Situation der Hebammenversorgung im ländlichen Raum wurde intensiv angesprochen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Bereichen Verkehr und Umwelt. Hier wurde kritisch diskutiert, dass zunehmend Ackerflächen versiegelt oder zur Energiegewinnung genutzt werden, während gleichzeitig die Anbauflächen für landwirtschaftliche Produkte immer knapper werden.
Sorgen bereitete den Teilnehmerinnen auch der Mindestlohn in der Landwirtschaft. Die Frage stand im Raum, wie insbesondere Familienbetriebe diesen finanziell stemmen sollen. Ebenso wurde die oft fehlende Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft und die damit verbundenen Herausforderungen thematisiert.
Darüber hinaus kamen viele weitere gesellschaftliche Themen zur Sprache: die aktuelle Diskussion um die Abschaffung der „Mütterrente“, das Renteneintrittsalter bei gleichzeitig steigender Zahl von Bürgergeldbeziehenden, Fragen der Kinderbetreuung und schulischen Versorgung sowie die nach wie vor bestehende ungleiche Bezahlung von Frauen.
Auch die Zukunft des Ehrenamts wurde angesprochen. Wie kann es gelingen, dieses zu stärken und gleichzeitig der Überalterung vieler Vereine entgegenzuwirken?
Dr. Schütte hatte für die Anliegen, Sorgen und Ideen der LandFrauen ein offenes Ohr und bedankte sich für die vielen Impulse, die er mit nach Stuttgart nehmen wolle.