Angesichts der vielen schlechten Nachrichten und Bilder, die uns ununterbrochen aus autoritären und totalitären Staaten erreichen, wird täglich der Wert unserer Demokratie immer deutlicher: Meinungs- und Pressefreiheit, Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensentwürfen, Repräsentanz der Meinungen in der Politik, staatliche Gewaltenteilung, Schutz von Minderheiten … dies alles sind die Säulen eines guten Lebens, das wir genießen können.
LandFrauentag des Kreisverbandes Nürtingen
Erstmals fand der LandFrauentag des Kreisverbandes Nürtingen an einem Samstag statt: Am 28. Februar 2026 hatte der Kreisverband nach Neidlingen eingeladen, unter dem Motto „Ist unsere Demokratie in Gefahr?!“. Kreisvorsitzende Irmgard Braun sprach von der Aufgabe, Trends zu erkennen und Frauen anzusprechen – ein Lachen ging durch die mit rund 200 Frauen gefüllte Halle, als sie dabei Makramee und Fermentieren erwähnte. Mit dem Augustinus-Zitat „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“ warb sie um Mitstreiterinnen für die Vorstandsarbeit.
Präsidentin Karin Rau betonte, wie wichtig es sei, im Gespräch zu bleiben – auch dann, wenn Diskussionen schwieriger werden. Bürgermeister Jürgen Ebler hob die Bedeutung des Ehrenamts hervor. Dr. Marion Leuze-Mohr, Stellvertreterin von Landrat Marcel Musolf, mahnte, die demokratische Kultur nicht zu verlieren: Demokratie sei kein Selbstläufer.
Nach den Grußworten und einem reichhaltigen Angebot an Kaffee und Kuchen, bewirtet von den Ortsvereinen Neidlingen und Schopfloch, folgte der Hauptteil der Veranstaltung. Die LandFrauen wollten ihr Jahresthema „Demokratie stärken“ auch beim LandFrauentag in den Mittelpunkt rücken. Nico Oesterwind von der Landeszentrale für politische Bildung sprach in seinem unabhängigen Referat über die Herausforderungen für die Demokratie und erklärte sie anhand niederschwelliger Beispiele – ein Ansatz, der sehr gut ankam, wie sich auch in späteren Gesprächen zeigte.
In der zweiten Hälfte der Veranstaltung bedankte sich Kreisvorsitzende Petra Lippkau bei den Rednerinnen und Rednern sowie bei den Ortsvereinen. Mit einem Sketch und einer Line-Dance-Aufführung klang der Samstagnachmittag aus.
Und wieder hat sich gezeigt: Aufgeben gilt nicht – das Interesse ist da.